Kosten

Drucke diese Seite
Für eine Erstberatung nehme ich pauschal 150 EUR. Im Übrigen sind folgende Hinweise zu beachten:

Solange die Sache bei keinem Gericht anhängig ist, verhandelt auf der Gegenseite meist die Haftpflichtversicherung selbst. So entstehen auf jener Seite keine Anwaltskosten. Gutachten lassen sich kostenlos einholen (siehe „Selbsthilfe„). Und wenn die Haftpflichtversicherung das verlangte Schmerzensgeld oder auch nur einen Teil davon bezahlt, so beteiligt sie sich regelmäßig auch an Ihren Anwaltskosten.

Mit einer Klage entstehen jedoch weitere Kosten: Kosten für den Anwalt der Gegenseite, Gerichtskosten und Kosten für den gerichtlichen Sachverständigen. Um also keine „Kostenspirale“ auszulösen, die dann eine Schmerzensgeldzahlung „auffrisst“, sollte man sich vor einer Klage das Prozessrisiko genau überlegen.

Prozesskostenhilfe
Im Gerichtsverfahren gibt es für vermögenslose Parteien den Anspruch auf Prozesskostenhilfe (zum Prozesskostenhilfe-Rechner). Der Staat trägt dann, falls die Sache verloren geht, die Kosten Ihres Anwalts, die Gerichtskosten und die Sachverständigenkosten. (Der Gegner könnte aber, wenn er obsiegt, seine Kosten von Ihnen erstattet verlangen. Ein Verfahren mit Prozesskostenhilfe ist also nicht risikolos.)

Berechnung des Anwaltshonorars
Wenn Sie mit Ihrem Anwalt nichts anderes vereinbaren, gilt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Wie Sie der Tabelle auf der rechten Seite entnehmen können, hängt das Anwaltshonorar von 2 Werten ab: dem „Gegenstandswert“ und dem „Gebührensatz“.

Der „Gegenstandswert“ ist der Wert dessen, was Sie verlangen (und nicht der Wert dessen, was Sie am Ende erhalten.) Der Gebührensatz ist frei vereinbar. Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz geht jedoch davon aus, dass folgende Gebühren entstehen und folgende Gebührensätze anzusetzen sind:

mit Auftragerteilung eine regelhaft 1,3fache Geschäftsgebühr für die außergerichtliche Vertretung, der Gebührenrahmen reicht von 0,3 bis 2,5, in aufwändigen Arzthaftungsangelegenheiten sind Sätze zwischen 2,0 und 2,5 üblich,

mit Auftrag für ein Schlichtungsverfahren vor einer Schlichtungsstelle der Ärztekammern eine 1,5fache Geschäftsgebühr (wobei die Hälfte der ersten Geschäftsgebühr auf die andere angerechnet wird, maximal jedoch in Höhe des 0,75fachen Satzes)

mit Klagauftrag eine 1,3fache Verfahrensgebühr für die gerichtliche Vertretung in erster Instanz (wobei die Hälfte der Geschäftsgebühr auf diese Gebühr angerechnet wird, maximal jedoch zum 0,75fachen Satz),

eine 1,2fache Terminsgebühr für die Vertretung in einem Gerichtstermin,

eine Einigungsgebühr (1,5fach bei außergerichtlicher Einigung, 1,0fach bei gerichtlicher Einigung).

Mit der Tabelle rechts können Sie nun die Gebühren des jeweiligen Verfahrensabschnittes errechnen (zuzüglich 20 EUR Postpauschale und Umsatzsteuer) oder Sie benutzen den Prozesskostenrechner (siehe zum Prozesskostenrechner des Deutschen Anwaltvereins).

Prozessfinanzierer
Ab einem bestimmten Gegenstandswert können Sie theoretisch auch einen Prozessfinanzierer um Hilfe bitten, dem Sie für den Erfolgsfall eine Quote abtreten. Prozessfinanzierer verlangen in der Regel aber, dass gute Erfolgsaussichten durch Gutachten belegt sind. Und dann brauchen Sie in Arzthaftungssachen meist keinen Prozess mehr, weil die Haftpflichtversicherung angesichts solcher Gutachten einlenken wird.

Gegenstandswert bis … EUR1,0-fache Gebühr
50045
1.00080
1.500115
2.000150
3.000201
4.000252
5.000303
6.000354
7.000405
8.000456
9.000507
10.000558
13.000604
16.000650
19.000696
22.000742
25.000788
30.000863
35.000938
40.0001.013
45.0001.088
KOSTENVERLAUFSDIAGRAMM